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Die Popularität von Homöopathie liegt vor allem an der Lobby, die Werbung für dieses Heilverfahren macht, sagen Skeptiker. Dennoch wendet sich auch die Gesundheitspolitik immer mehr den Alternativen zu. Dagegen werden klassische Leistungen von Krankenkassen oft nicht mehr bezahlt.
Viele schwören auf Homöopathie. Zurecht?
Bei schweren Erkrankungen sollten sich Patienten nach Überzeugung der Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften (GWUP) auf keinen Fall auf die Homöopathie verlassen. Natürlich wirkt Homöopathie, aber eben nur im Sinne des Placebo-Effektes. Das heißt, "ich nehme was und dann geht es mir besser, weil ich dran glaube", sagte Martin Mahner, Leiter der Zentrums für Wissenschaft und kritisches Denken der GWUP. Noch bis zum Samstag findet in Darmstadt die 17. GWUP-Konferenz statt.
Nach den Worten Mahners wird die Homöopathie immer beliebter. Dies liege vor allem an der großen Lobby, die Werbung für diese Heilverfahren mache. Aber die Tatsache, das etwas subjektiv beliebt ist, sagt natürlich nichts über die tatsächliche Wirkungsweise aus.
Der überwiegende Teil der ordentlichen Studien zum Thema sei negativ ausgefallen. Es gibt von der Physik und Chemie her keinerlei Erklärungsmöglichkeit für den Wirkmechanismus. Man muss sich also wirklich auf eine Art mystische Zauberei berufen, sagte der Biologe. Befürworter der Homöopathie verweisen hingegen auf Erfolge vor allem bei chronischen Krankheiten und auf die über 200 Jahre lange Geschichte, in der sich die Methode weit verbreitet hat.
Zwar beschäftigt sich die GWUP auch mit Esoterik und mit Parawissenschaften wie der Astrologie, dem Phänomen der Wünschelruten oder den Vorhersagen selbst ernannter Wahrsager. Momentan ist aber die Medizin für uns ein Schwerpunkt, weil sich auch die Gesundheitspolitik immer mehr diesen alternativ-medizinischen Sachen zuwendet, sagte Mahner. Überall würden bei den gesetzlichen Krankenversicherten Leistungen gestrichen. Gleichzeitig aber akzeptieren die gesetzlichen Krankenkassen Leistungen wie Homöopathie und verschwenden unserer Auffassung nach das Geld für Hokuspokus, das man woanders dringend gebrauchen könnte.
Die GWUP mit Sitz im südhessischen Roßdorf kämpft seit 20 Jahren nach eigener Darstellung gegen pseudowissenschaftliche Behauptungen und esoterische Heilslehren. Sie will die Anfälligkeit der Menschen für solche Versprechungen durch wissenschaftlich fundierte Informationen abbauen. Die Gesellschaft hat 780 Mitglieder in Deutschland, Österreich und der Schweiz, vor allem Wissenschaftler und Mediziner.
Die Popularität von Homöopathie liegt vor allem an der Lobby, die Werbung für dieses Heilverfahren macht, sagen Skeptiker. Dennoch wendet sich auch die Gesundheitspolitik immer mehr den Alternativen zu. Dagegen werden klassische Leistungen von Krankenkassen oft nicht mehr bezahlt.
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Die Popularität von Homöopathie liegt vor allem an der Lobby, die Werbung für dieses Heilverfahren macht, sagen Skeptiker. Dennoch wendet sich auch die Gesundheitspolitik immer mehr den Alternativen zu. Dagegen werden klassische Leistungen von Krankenkassen oft nicht mehr bezahlt.