Kolumnen
Turiner Grabtuch erneut Thema zu Ostern PDF Drucken E-Mail
Montag, 24 März 2008

Manche Mythen sind wie die von James Randi beschriebene Gummiente. Man kann sie noch so oft in Wasser eintauchen, sie springen wieder hoch. Zu Ostern 2008 war es wie so oft wieder so weit, und Journalisten in aller Welt fielen erneut auf die "Echtheitsdiskussion" über das Turiner Grabtuch ein. Der BBC2 TV Kanal am Samstag, 22. März, will wieder einen gelösten Fall zum Mysterium machen. "Experten" finden sich genug. Rageh Omar, der für BBC2 recherchiert, fragt: "Wenn es eine mittelalterliche Fälschung ist, wie wurde das Bild erzeugt? Bis jetzt konnte es niemand erklären." In einer anderen Meldung heisst es, "nach Auffassung des italienischen Wissenschaftlers Giulio Fanti" sei das Tuch "keine Fälschung aus dem Mittelalter", sonder "aus der Zeit Jesu". Wieder werden "Berechnungsfehler", Verunreinigungen bis hin zu einem gezieltem Komplott verdächtigt. Kritiker "wissen nicht, wovon sie reden" - so einfach ist das. Eine "Strahlung von großer Intensität" wird als viel naheliegender angegeben, als eine Malerei. Mit allen Mitteln soll das Tuch aus Turin offenbar mit Hilfe von Journalisten wieder ins Land des Wunschdenkens geretten werden. Ostern ist offenbar eine ideale Zeit, um Mythen und Legenden wiederzubeleben. 

Ist denn im Jahre 2008 irgend etwas neu? 

Letzte Aktualisierung ( Sonntag, 04 Mai 2008 )
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Hugo Egon Balder zu esoterischem "Bullshit" PDF Drucken E-Mail
Montag, 18 Februar 2008

Von dem bekannten Kaberettisten Hugo Egon Balder und dem Produzenten Jacky Dreksler ist das Buch “Wunsch Bullshit im Universum” erschienen, wo sie sehr deutlich fünf “Wünschelwichte” aufs Korn nehmen. Diese fünf sind Rhonda Byrne, Pierre Franckh, Bärbel Mohr, Esther Hicks und Kurt Tepperwein. Die beiden Autoren kritisieren vor allem die Allmachtsphantasien, durch die “alles möglich ist”, wenn man sich das nur so wünscht. Und umgekehrt: Laut dieser fünf “Wünschlwichte” sei man selbst schuld, wenn man krank, arm oder joblos ist.

Balder und Dreksler gehen auch mit der Wissenschaft ins Gericht: “Seltsam ist auch, dass die meisten Wissenschaftler die Extrem-Esoteriker totschweigen, als wären es schmuddelige Verwandte aus dem Prekariat.” Und weiter: “Und Aufklärung von Experten wäre bitter nötig angesichts eines Rudels von Okkultisten, die auf geistigem Gebiet das sind, was unsere Vorfahren in den Savannen Afrikas wohl auf kulinarischem Gebiet waren: opportunistische Aasfresser.”

Dieses Problem haben Balder und Dreksler richtig erkannt, und das wird auch in der GWUP kritisiert: Leider wird die wissenschaftliche Gemeinschaft in ihrer Gesamtheit ihrer Verantwortung nicht gerecht. Statt Stellung zu beziehen, ziehen sie sich in ihren Elfenbeinturm zurück, oder sie sehen tatenlos zu, wie sich Themen, wie Homöopathie & Co. sich an Universitäten einnisten. Vielleicht hilft das Buch, einige aufzurütteln, wobei aber leider Skepsis angebracht ist …

Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 26 März 2008 )
 
Hessische Kultusministerin tritt zurück PDF Drucken E-Mail
Mittwoch, 13 Februar 2008

Die hessische Kultusministerin Karin Wolff ist zurückgetreten. In den Kommentaren wird meist nur das schlechte Anschneiden der CDU in der Landtagswahl angegeben. Interessant ist, dass es eine Landtagswahl ist, die sie zum Rücktritt gebracht hat, wo doch das Ergebnis sicher viel mehr als ihr Verschulden war.

Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 13 Februar 2008 )
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Dienstag, 22 Januar 2008
Dieser erste kurze Beitrag hat nicht wirklich den Charakter einer Kolumne, sondern soll den Zweck dieser Kolumnen kurz erläutern. Diese Kolumnen werden von einzelnen Personen geführt. Sie sind Meinungsbeiträge, die Blogform haben und auch kommentiert werden können. In Zukunft werden weitere Personen Kolumnen haben, die ebenfalls solche "Blogs" haben.
Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 22 Januar 2008 )
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